Baurat h.c. Dipl.-Ing. Dr. techn. Hubert Rinderer - Nachruf

Mit großer Bestürzung erreichte uns die Nachricht, dass unser allseits geschätzter und beliebter Gründungsvater, Seniorchef und Partner Hubert Rinderer nach langer und schwerer Krankheit wenige Tage nach Vollendung seines 79. Lebensjahres verstorben ist. Wir verlieren mit ihm einen überaus leidenschaftlichen Techniker und Mentor, dessen Energie und Einsatz wesentlich die Geschicke unseres Büros geprägt haben.

* 05.09.1937
† 18.09.2016

Nachruf

Hubert Rinderer arbeitete während seines Studiums im Ingenieurbüro Leonhard & Andrä in Stuttgart und erwarb sich bereits dort profunde und praxisorientierte Kenntnisse für sein späteres Wirken als Tragwerksplaner. Er schloss sein Bauingenieurstudium an der Technischen Hochschule Graz im Jahr 1961 ab und erwarb im Jahre 1969 die Befugnis eines Zivilingenieurs für Bauwesen. Zusammen mit Dipl.-Ing. Dr. Emmerich Friedl begründete er ein Ingenieurbüro, dessen Wirken er bis zu seinem Ableben als aktiver geschäftsführender Gesellschafter in verantwortungsvoller und menschlicher Weise begleitete.

Mit seiner Dissertation zum Thema „Modell-kinematisches Verfahren. Eine neue Trassierungsmethode des Straßenbaus in der praktischen Anwendung.“ promovierte er am Institut für Straßenbau und Verkehrstechnik der Technischen Hochschule Graz im Jahr 1972 zum Dr. techn. Damit begann eine beispiellose Karriere als namhafter Planer von Verkehrs-Infrastrukturanlagen, welche die österreichische Bevölkerung nahezu auf dem gesamten Bundesgebiet im buchstäblichen Sinne „erfahren“ können. Wenige Beispiele einer langen Liste erfolgreich abgewickelter Projekte sollen dies illustrieren:

  • A 5 Nord Autobahn, Eibesbrunn – Schrick
  • A 8 Innkreis Autobahn, Sattledt – Wels sowie Generalerneuerungskonzept Wels - Suben
  • A 9 Pyhrn Autobahn, Graz – Wildon, Vogau – Straß
  • S 1 Wiener Außenring Schnellstraße, Lobau – Süßenbrunn, Süßenbrunn - Korneuburg
  • S 6 Semmering Schnellstraße, Bruck/Mur – Mürzzuschlag
  • S 10 Mühlviertler Schnellstraße, Unterweitersdorf – Freistadt – Wullowitz
  • S 11 Abschnitt Bischofshofen – Embach - Unterstein
  • S35 Brucker Schnellstraße, Graz – Bruck/Mur
  • S36 Murtal Schnellstraße, Judenburg – St. Michael
  • B 1 Umfahrung Enns – Asten
  • Südgürtel Graz
  • Nordspange Graz
  • Knoten Voralpenkreuz / A1 West Autobahn – A8 Innkreis Autobahn – A9 Pyhrn Autobahn

Zahlreiche Trassenstudien, z.B. für die Felbertauern- und Plöckenroute, den West- und Südgürtel der Stadt Wien, weiters das Innenstadtkonzept Wels sowie verkehrsmittelübergreifende Planungen im Auftrag des BMfWA und der Ämter der Landesregierungen von Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten und Salzburg belegen das umfassende Wirken von Hubert Rinderer in der Planung von Straßen-Infrastrukturanlagen in Österreich. Dieses fand seine öffentliche Anerkennung in der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich im Jahr 1990 (über Antrag des Amtes der Salzburger Landesregierung wegen hervorragender Planungsleistungen im Bundesland Salzburg) sowie des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Oberösterreich im Jahr 2008 (für sein besonderes Engagement im Rahmen wichtiger Straßeninfrastruktur-Projekte im Land Oberösterreich).

Hubert Rinderer etablierte sich im Zusammenhang mit den vor genannten Projekten sehr bald auch als Pionier auf dem Gebiet der Lärmschutzplanungen für die Straßen- und Bahninfrastruktur und bei der Entwicklung der zugehörigen Dringlichkeitsreihungen und Definition von Randbedingungen, welche letztlich maßgeblichen Eingang in die zugehörigen Erlässe des BMfWA fanden.

Durch stete Hereinnahme junger und ambitionierter AbsolventInnen der technischen Universität sowie der Höheren Technischen Lehranstalten und Fachhochschulen wurde im fast fünf Jahrzehnte langen selbstständigen beruflichen Wirkungszeitraum von Hubert Rinderer das Leistungsspektrum des Büros deutlich erweitert und entwickelte sich dieses zu einem kompetenten Partner für Ingenieurleistungen auf dem gesamten Feld des Bauingenieurwesen.

Neben zahlreichen Planungsaufgaben der schienengebundenen Infrastruktur (Hochleistungsbahnen, Regionalbahnen, Straßenbahnen sowie Bahnhofsumbauten und Entwicklung von multimodalen Knoten) wurde unter der Ägide von Hubert Rinderer unter anderem auch die Planung eines der größten Binnenhäfen Österreichs an der Mündung der Enns in die Donau erbracht.

Die zunehmend stärker werdende interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Architekten und sonstigen Fachplanern führte letztlich zur erfolgreichen Umsetzung zahlreicher Leitprojekte, wie z.B. der Entwicklung eines bundesweit etablierten Corporate Designs und zugehöriger Leitplanung für Rastplätze am hochrangigen Straßennetz der ASFINAG, welche mittlerweile zum vertrauten Erscheinungsbild der Reisenden durch Österreich gehören. Diese Rastplätze wurden schließlich durch Verleihung der GerambRose 2010 vom Verein BauKultur Steiermark gewürdigt.

Der Detailfreudigkeit des leidenschaftlichen Ingenieurs Hubert Rinderer entsprangen aber auch so innovative Entwicklungen wie z.B. jene von gelenkig gelagerten, somit bei Anprall von Fahrzeugen verschieblichen Verkehrszeichenbrücken, welche gemeinsam mit einem namhaften Hersteller zur europäischen Patentreife geführt wurden.

Dem mit verantwortungsvollem Blick auf die Zukunft vorgenommenen Eingehen von Partnerschaften mit jüngeren, innerhalb des von Hubert Rinderer geleiteten Büros heranwachsenden Berufskollegen ist schließlich die erfolgreiche Etablierung der seit 2000 als „Rinderer & Partner Ziviltechniker KG“ firmierenden Kanzlei zuzuschreiben.

Neben den schon erwähnten Leistungen der Infrastrukturplanung sowie des konstruktiven Ingenieurbaus werden seit bereits mehr als 25 Jahren auch umfassende Generalplanungs- und Baumanagementleistungen für den gesamten Hochbau erbracht. Das Portfolio umfasst mittlerweile die Planung, das Projektmanagement und die örtliche Bauaufsicht von Krankenanstalten, Bädern, Thermenanlagen, Bildungs- und Forschungszentren, Büro- und Wohnbauten u.v.m. auf nahezu dem gesamten Bundesgebiet der Republik Österreich.

 

Als böte die Abwicklung von mehr als 2.800 Projekten als selbstständiger Ziviltechniker nicht Auslastung genug in einem erfolgreichen langen Berufsleben, engagierte sich Hubert Rinderer immer wieder auch in der Ziviltechnikerkammer für die Entwicklung und Durchsetzung von Leistungstarifen, war Mitglied der Arbeitsgruppe Umweltplanung und konstruktiver Ingenieurbau mit Verkehrswesen, wirkte an zahlreichen Publikationen und Leitfäden für Lärmschutzmaßnahmen mit, war Vortragender an der Architekten- und Ingenieurakademie, und vieles mehr.

Das dieses wohlausgefüllte Berufsleben überhaupt noch Zeit bot für seine Leidenschaften Golf und Segeln, zeichnete den ausgeprägten Familienmenschen und Kommunikator Hubert Rinderer aus. Es ist seine, trotz aller Last der zu tragenden Verantwortung, stets freundliche und kollegiale Zuwendung zu allen ihm begegnenden Menschen, welche wir – neben seiner fachlichen Expertise – schmerzlich vermissen werden. Durch seine Prägung und Wissensvermittlung fanden in den langen Jahren seines Wirkens zahlreiche Mitarbeitern den Weg zu leitenden Positionen bei öffentlichen Institutionen und Auftraggebern und blieben ihm und dem Büro bis heute freundschaftlich und in Respekt vor seiner menschlichen und fachlichen Qualität verbunden.

Wir waren bereits mit den Planungen für die Begehung des 50. Jahrestags des Bürobestandes befasst, als uns die Nachricht traf, dass trotz langen und mit großer Tapferkeit von ihm geführten Kampfes letztlich seine schwere und heimtückische Krankheit obsiegte. Die bereits eingeleiteten Vorbereitungen für einen würdevollen Abschied in den wohlverdienten Ruhestand, welchen er mit Beginn seines 80. Lebensjahres nehmen sollte, wurden jäh unterbrochen. Unser „Bürovater“, Mentor und Vorbild hat somit die späten Früchte seiner langjährigen Arbeit nicht mehr genießen können. Umso berührender waren jene Momente für uns als seine „Junior-Partner“, in welchen wir ihm anlässlich der Überbringung unserer Glückwünsche zu seinem 79. Geburtstag noch von aktuellen Erfolgen, erfolgreichen Abschlüssen und Zukunftsplänen berichteten: Seine Augen leuchteten anerkennend, er drückte unsere Hände und vermittelte uns das Gefühl, sich mit uns zu freuen. Gleichzeitig bedeutete es Abschied für uns, was wir in diesen Momenten vielleicht ahnten, aber nicht realisieren wollten.

Hubert Rinderer hinterlässt unverkennbare und nachhaltige Spuren seines Wirkens als vorausschauender und lustvoll agierender Meister seines Metiers. Diese Spuren aufzunehmen, den mit ihm begonnen Weg in seinem Sinne weiterzuführen, ist unser Auftrag und Bestreben.

Wir werden sein Andenken in Respekt bewahren. Die Erinnerung an Hubert Rinderer bleibt – sie wird uns fast täglich beim Befahren der von ihm entworfenen, behutsam und „geschmeidig“ in die schöne Landschaft Österreichs gesetzten Straßen wach gehalten werden, so wie vielen anderen seiner Wegbegleiter.

In dankbarer Erinnerung und mit dem Ausdruck tiefen Mitgefühls für seine Frau Christel und seine Söhne Markus und Martin.

Heinz Roßmann

Rinderer & Partner Ziviltechniker KG

* 05.09.1937
† 18.09.2016

Nachruf

Hubert Rinderer arbeitete während seines Studiums im Ingenieurbüro Leonhard & Andrä in Stuttgart und erwarb sich bereits dort profunde und praxisorientierte Kenntnisse für sein späteres Wirken als Tragwerksplaner. Er schloss sein Bauingenieurstudium an der Technischen Hochschule Graz im Jahr 1961 ab und erwarb im Jahre 1969 die Befugnis eines Zivilingenieurs für Bauwesen. Zusammen mit Dipl.-Ing. Dr. Emmerich Friedl begründete er ein Ingenieurbüro, dessen Wirken er bis zu seinem Ableben als aktiver geschäftsführender Gesellschafter in verantwortungsvoller und menschlicher Weise begleitete.

Mit seiner Dissertation zum Thema „Modell-kinematisches Verfahren. Eine neue Trassierungsmethode des Straßenbaus in der praktischen Anwendung.“ promovierte er am Institut für Straßenbau und Verkehrstechnik der Technischen Hochschule Graz im Jahr 1972 zum Dr. techn. Damit begann eine beispiellose Karriere als namhafter Planer von Verkehrs-Infrastrukturanlagen, welche die österreichische Bevölkerung nahezu auf dem gesamten Bundesgebiet im buchstäblichen Sinne „erfahren“ können. Wenige Beispiele einer langen Liste erfolgreich abgewickelter Projekte sollen dies illustrieren:

  • A 5 Nord Autobahn, Eibesbrunn – Schrick
  • A 8 Innkreis Autobahn, Sattledt – Wels sowie Generalerneuerungskonzept Wels - Suben
  • A 9 Pyhrn Autobahn, Graz – Wildon, Vogau – Straß
  • S 1 Wiener Außenring Schnellstraße, Lobau – Süßenbrunn, Süßenbrunn - Korneuburg
  • S 6 Semmering Schnellstraße, Bruck/Mur – Mürzzuschlag
  • S 10 Mühlviertler Schnellstraße, Unterweitersdorf – Freistadt – Wullowitz
  • S 11 Abschnitt Bischofshofen – Embach - Unterstein
  • S35 Brucker Schnellstraße, Graz – Bruck/Mur
  • S36 Murtal Schnellstraße, Judenburg – St. Michael
  • B 1 Umfahrung Enns – Asten
  • Südgürtel Graz
  • Nordspange Graz
  • Knoten Voralpenkreuz / A1 West Autobahn – A8 Innkreis Autobahn – A9 Pyhrn Autobahn

Zahlreiche Trassenstudien, z.B. für die Felbertauern- und Plöckenroute, den West- und Südgürtel der Stadt Wien, weiters das Innenstadtkonzept Wels sowie verkehrsmittelübergreifende Planungen im Auftrag des BMfWA und der Ämter der Landesregierungen von Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten und Salzburg belegen das umfassende Wirken von Hubert Rinderer in der Planung von Straßen-Infrastrukturanlagen in Österreich. Dieses fand seine öffentliche Anerkennung in der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich im Jahr 1990 (über Antrag des Amtes der Salzburger Landesregierung wegen hervorragender Planungsleistungen im Bundesland Salzburg) sowie des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Oberösterreich im Jahr 2008 (für sein besonderes Engagement im Rahmen wichtiger Straßeninfrastruktur-Projekte im Land Oberösterreich).

Hubert Rinderer etablierte sich im Zusammenhang mit den vor genannten Projekten sehr bald auch als Pionier auf dem Gebiet der Lärmschutzplanungen für die Straßen- und Bahninfrastruktur und bei der Entwicklung der zugehörigen Dringlichkeitsreihungen und Definition von Randbedingungen, welche letztlich maßgeblichen Eingang in die zugehörigen Erlässe des BMfWA fanden.

Durch stete Hereinnahme junger und ambitionierter AbsolventInnen der technischen Universität sowie der Höheren Technischen Lehranstalten und Fachhochschulen wurde im fast fünf Jahrzehnte langen selbstständigen beruflichen Wirkungszeitraum von Hubert Rinderer das Leistungsspektrum des Büros deutlich erweitert und entwickelte sich dieses zu einem kompetenten Partner für Ingenieurleistungen auf dem gesamten Feld des Bauingenieurwesen.

Neben zahlreichen Planungsaufgaben der schienengebundenen Infrastruktur (Hochleistungsbahnen, Regionalbahnen, Straßenbahnen sowie Bahnhofsumbauten und Entwicklung von multimodalen Knoten) wurde unter der Ägide von Hubert Rinderer unter anderem auch die Planung eines der größten Binnenhäfen Österreichs an der Mündung der Enns in die Donau erbracht.

Die zunehmend stärker werdende interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Architekten und sonstigen Fachplanern führte letztlich zur erfolgreichen Umsetzung zahlreicher Leitprojekte, wie z.B. der Entwicklung eines bundesweit etablierten Corporate Designs und zugehöriger Leitplanung für Rastplätze am hochrangigen Straßennetz der ASFINAG, welche mittlerweile zum vertrauten Erscheinungsbild der Reisenden durch Österreich gehören. Diese Rastplätze wurden schließlich durch Verleihung der GerambRose 2010 vom Verein BauKultur Steiermark gewürdigt.

Der Detailfreudigkeit des leidenschaftlichen Ingenieurs Hubert Rinderer entsprangen aber auch so innovative Entwicklungen wie z.B. jene von gelenkig gelagerten, somit bei Anprall von Fahrzeugen verschieblichen Verkehrszeichenbrücken, welche gemeinsam mit einem namhaften Hersteller zur europäischen Patentreife geführt wurden.

Dem mit verantwortungsvollem Blick auf die Zukunft vorgenommenen Eingehen von Partnerschaften mit jüngeren, innerhalb des von Hubert Rinderer geleiteten Büros heranwachsenden Berufskollegen ist schließlich die erfolgreiche Etablierung der seit 2000 als „Rinderer & Partner Ziviltechniker KG“ firmierenden Kanzlei zuzuschreiben.

Neben den schon erwähnten Leistungen der Infrastrukturplanung sowie des konstruktiven Ingenieurbaus werden seit bereits mehr als 25 Jahren auch umfassende Generalplanungs- und Baumanagementleistungen für den gesamten Hochbau erbracht. Das Portfolio umfasst mittlerweile die Planung, das Projektmanagement und die örtliche Bauaufsicht von Krankenanstalten, Bädern, Thermenanlagen, Bildungs- und Forschungszentren, Büro- und Wohnbauten u.v.m. auf nahezu dem gesamten Bundesgebiet der Republik Österreich.

 

Als böte die Abwicklung von mehr als 2.800 Projekten als selbstständiger Ziviltechniker nicht Auslastung genug in einem erfolgreichen langen Berufsleben, engagierte sich Hubert Rinderer immer wieder auch in der Ziviltechnikerkammer für die Entwicklung und Durchsetzung von Leistungstarifen, war Mitglied der Arbeitsgruppe Umweltplanung und konstruktiver Ingenieurbau mit Verkehrswesen, wirkte an zahlreichen Publikationen und Leitfäden für Lärmschutzmaßnahmen mit, war Vortragender an der Architekten- und Ingenieurakademie, und vieles mehr.

Das dieses wohlausgefüllte Berufsleben überhaupt noch Zeit bot für seine Leidenschaften Golf und Segeln, zeichnete den ausgeprägten Familienmenschen und Kommunikator Hubert Rinderer aus. Es ist seine, trotz aller Last der zu tragenden Verantwortung, stets freundliche und kollegiale Zuwendung zu allen ihm begegnenden Menschen, welche wir – neben seiner fachlichen Expertise – schmerzlich vermissen werden. Durch seine Prägung und Wissensvermittlung fanden in den langen Jahren seines Wirkens zahlreiche Mitarbeitern den Weg zu leitenden Positionen bei öffentlichen Institutionen und Auftraggebern und blieben ihm und dem Büro bis heute freundschaftlich und in Respekt vor seiner menschlichen und fachlichen Qualität verbunden.

Wir waren bereits mit den Planungen für die Begehung des 50. Jahrestags des Bürobestandes befasst, als uns die Nachricht traf, dass trotz langen und mit großer Tapferkeit von ihm geführten Kampfes letztlich seine schwere und heimtückische Krankheit obsiegte. Die bereits eingeleiteten Vorbereitungen für einen würdevollen Abschied in den wohlverdienten Ruhestand, welchen er mit Beginn seines 80. Lebensjahres nehmen sollte, wurden jäh unterbrochen. Unser „Bürovater“, Mentor und Vorbild hat somit die späten Früchte seiner langjährigen Arbeit nicht mehr genießen können. Umso berührender waren jene Momente für uns als seine „Junior-Partner“, in welchen wir ihm anlässlich der Überbringung unserer Glückwünsche zu seinem 79. Geburtstag noch von aktuellen Erfolgen, erfolgreichen Abschlüssen und Zukunftsplänen berichteten: Seine Augen leuchteten anerkennend, er drückte unsere Hände und vermittelte uns das Gefühl, sich mit uns zu freuen. Gleichzeitig bedeutete es Abschied für uns, was wir in diesen Momenten vielleicht ahnten, aber nicht realisieren wollten.

Hubert Rinderer hinterlässt unverkennbare und nachhaltige Spuren seines Wirkens als vorausschauender und lustvoll agierender Meister seines Metiers. Diese Spuren aufzunehmen, den mit ihm begonnen Weg in seinem Sinne weiterzuführen, ist unser Auftrag und Bestreben.

Wir werden sein Andenken in Respekt bewahren. Die Erinnerung an Hubert Rinderer bleibt – sie wird uns fast täglich beim Befahren der von ihm entworfenen, behutsam und „geschmeidig“ in die schöne Landschaft Österreichs gesetzten Straßen wach gehalten werden, so wie vielen anderen seiner Wegbegleiter.

In dankbarer Erinnerung und mit dem Ausdruck tiefen Mitgefühls für seine Frau Christel und seine Söhne Markus und Martin.

Heinz Roßmann

Rinderer & Partner Ziviltechniker KG

Mehr anzeigen
Weniger anzeigen